Kurz gesagt

VALORANT startet am 13. Oktober mit Patch 13.08 in Akt 6 von V26. Die Aktualisierung bringt nicht nur Änderungen an der Karte Corrode und einen neuen Map-Pool: Mit dem Map-Rating können Spielerinnen und Spieler ihre Leistung auf einzelnen Karten künftig separat verfolgen. …

VALORANT startet am 13. Oktober mit Patch 13.08 in Akt 6 von V26. Die Aktualisierung bringt nicht nur Änderungen an der Karte Corrode und einen neuen Map-Pool: Mit dem Map-Rating können Spielerinnen und Spieler ihre Leistung auf einzelnen Karten künftig separat verfolgen. Riot Games hat die Änderungen in den offiziellen Patch Notes veröffentlicht.

Map-Rating bewertet die eigene Leistung pro Karte

Die wichtigste Neuerung für den Ranked-Alltag ist das Map-Rating. Es vergibt für jede Karte einen Wert zwischen 0 und 500 und ordnet ihn zusätzlich einer Note von C bis S zu. Laut Riot basiert die Bewertung auf vier Kennzahlen: der gesamten Siegesrate sowie den Angriffs- und Verteidigungs-Siegesraten und dem Performance Score.

Die Wertung soll zeigen, wie sich die eigene Leistung auf einer bestimmten Karte entwickelt. Neuere Partien zählen dabei stärker als ältere. Wer seine Map-Wertung verbessern möchte, kann laut Riot an den einbezogenen Leistungswerten ansetzen. Die Daten sind nur für die betreffende Person sichtbar – andere Spieler sehen das persönliche Map-Rating nicht.

Zum Start greift das System auf keine historischen Partien zurück. Alle beginnen mit einer frischen Bewertung. Das Map-Rating ist für Competitive und Premier vorgesehen. Damit ergänzt Riot die bisherige Gesamtbetrachtung um eine Kartenperspektive, ohne daraus eine öffentlich sichtbare Rangliste zu machen.

Corrode wird angepasst, zwei Karten rotieren heraus

Patch 13.08 verändert außerdem Corrode. Riot verkürzt die Wege vom Verteidiger-Spawn zu den hinteren Bereichen der A- und B-Sites. Das soll Verteidigern schnellere Rotationen und bessere Chancen auf Retakes ermöglichen. Auch die Mitte der Karte wurde überarbeitet: Die halbe Wand besteht nun aus Metall und wurde um einen Meter verschoben. Kisten in Lower Mid wandern Richtung B; dazu kommt eine neue Möglichkeit, auf sie hinaufzuspringen. Eine weitere Wand in Lower Mid wurde erhöht.

Auf A passt Riot die Plant-Zone an. Dadurch soll es weniger effektiv sein, den Spike nach der Platzierung von A Link aus zu verteidigen. Die Änderungen greifen an mehreren Stellen in Laufwege und Sichtlinien ein – Corrode dürfte sich dadurch in bestimmten Runden spürbar anders spielen. Wie stark sich das auf Taktiken und Kartenpräferenzen auswirkt, wird sich erst mit den Partien nach dem Update zeigen.

Auch die Rotation für Competitive und Deathmatch ändert sich: Bind und Corrode kommen in den Kartenpool, Ascent und Split scheiden aus. Die Auswahl wird damit nicht einfach erweitert, sondern neu zusammengesetzt. Für Teams und Einzelspieler bedeutet das, dass eingeübte Abläufe auf Ascent und Split vorerst nicht mehr in diesen Warteschlangen zum Einsatz kommen. Wer sich auf Ranglistenspiele vorbereitet, muss sich entsprechend wieder stärker mit Bind und dem überarbeiteten Corrode vertraut machen.

Performance Score und weitere Patch-Details

Riot nennt in den Patch Notes auch Anpassungen am Performance Score. Wichtig ist die zeitliche Einordnung: Die stärkere Gewichtung von Schaden, angepassten Kills und angepassten Toden war laut Riot bereits mit Patch 13.06 live gegangen. Patch 13.08 fasst diese Änderungen zusammen und ergänzt sie um Anpassungen für Chamber, die dessen Einsatz von Fähigkeiten besser berücksichtigen sollen.

Daneben enthält das Update Fehlerbehebungen, unter anderem für Audioeffekte und das Fadenkreuz des Warden bei Dauerfeuer. Riot weist zugleich auf ein bekanntes Problem hin: Die Anzeige des Team-MVPs im Matchverlauf kann fehlerhaft sein. Außerdem wurde die Funktion „Range in Queue“ vorübergehend deaktiviert, nachdem sie bei manchen Spielern zu einem fehlerhaften Warteschlangenstatus geführt hatte. Riot testet nach eigenen Angaben eine Korrektur.

Riot veröffentlicht neue Zahlen zu Sanktionen

Mit den Patch Notes will Riot auch transparenter über Strafen gegen problematisches Verhalten informieren. Für den Erkennungszeitraum vom 18. August bis zum 1. Oktober nennt das Unternehmen mehr als 171.000 Konten, die wegen Cheating gesperrt wurden, sowie über 54.000 wegen Bot-Nutzung. Weitere Kategorien umfassen Rangmanipulation, toxisches Verhalten, wiederholtes AFK- oder Gameplay-Missbrauchsverhalten sowie Werkzeuge für Stream-Sniping oder Instalocking.

Riot zählt dabei Konten, die für mindestens drei Tage vollständig gesperrt wurden. Die Zahlen sind daher nicht als Messung aller Verstöße oder als vollständiges Bild der Spielerschaft zu verstehen. Das Studio kündigt an, solche Strafzahlen künftig häufiger teilen zu wollen.

Was Patch 13.08 für VALORANT-Spieler bedeutet

Patch 13.08 setzt vor allem auf kompetitive Anpassungen statt auf neue Agenten oder einen großen Modus. Das Map-Rating bietet eine zusätzliche Möglichkeit, die eigene Entwicklung nach Karte einzuordnen; Corrode erhält konkrete Änderungen, und die Rotation zwingt Ranked-Spieler zum Umdenken. Ob die neue Kennzahl langfristig beim Verbessern hilft oder eher zusätzlichen Druck erzeugt, bleibt eine Frage der persönlichen Spielweise.

Fazit: Der Start von Akt 6 bringt mit Map-Rating die auffälligste Neuerung, ergänzt durch eine überarbeitete Corrode und einen neu sortierten Kartenpool. Gerade für Competitive-Spieler ist das Update relevant, weil es sowohl die persönliche Leistungsübersicht als auch die verfügbaren Karten verändert.

Leserfrage: Findet ihr ein separates Rating pro Karte hilfreich – und welche Map vermisst ihr nach der Rotation am meisten?

Quellen

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